Horber an Daimler und Porsche vorbeigezogen - Berufliches Gymnasium Horb räumt Designpreis in Silber ab

Horber an Daimler und Porsche vorbeigezogen - Berufliches Gymnasium Horb räumt Designpreis in Silber ab

Mo, 18.02.2019 - 14:31
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Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums Horb gewinnen eine Auszeichnung in Silber beim „gregor calendar award“, einem der wichtigsten Wettbewerbe der Druck- und Medienbranche. Damit ließen sie bei dieser weltweit größten Kalenderschau Mitbewerber wie Daimler AG, Porsche Design, Dumont und greenpeace sowie hunderte weitere internationalen Einreichungen hinter sich.

Der frühe Abend des 24. Januar war für fünf Schülerinnen und zwei Lehrerinnen des Beruflichen Gymnasiums in Horb besonders aufregend.
An diesem Donnerstag fand nämlich im Haus der Wirtschaft in Stuttgart die Preisverleihung des Gregor Calender  Awards statt, zu dem die Gewerbliche und Hauswirtschaftliche Schule eingeladen worden war. Zehn Schülerinnen und zwei Schüler hatten in ihrem Abiturjahr 2018 unter der Leitung von Fachlehrerin Katrin Kinsler einen Kalender gestaltet, der sich gegen die professionelle Konkurrenz durchgesetzt hatte und mit einem Silber Award ausgezeichnet wurde.

Das Designprojekt startete 2018 nach den Abiturprüfungen. Wie im Lehrplan unter dem Thema „Übergreifendes Projekt“ verankert, können die Schülerinnen und Schüler zum Ende ihrer Schullaufbahn unter Beweis stellen, welches Wissen und welche Kompetenzen sie sich in drei Jahren in ihrem Profilfach Gestaltungs- und Medientechnik angeeignet haben. Dies haben Anna Tolkatschew, Irina Suchonos, Florian Wein, Jörg Bossenmaier, Annika Neher, Vanessa Gert, Patricia Pfeiffer, Jana Lorenz, Marleen Hahn, Katrin Blocher, Deborah Seid und Sanja Schelshorn mit Bravour getan.

Trotz Phasen, in denen alles gar nicht so lief, wie sich die Schüler*innen das vorgestellt hatten, es aufgrund von Fehldrucken und einem immensen Arbeitsaufwand Frust und Tränen gab und alle Beteiligten an ihre Grenzen stießen, wurde der Kalender in beispielloser Teamarbeit, wie geplant fertiggestellt und im November beim Graphischen Klub in Stuttgart eingereicht.

Der Kalender mit dem Titel PEACE zeigt auf 12 Kalenderblättern, wie sich die jungen Gestalterinnen und Gestalter graphisch mit dem Thema Frieden auseinandersetzen. Die 12 Graphiken wurden zuerst am Computer entworfen und anschließend im Siebdruckverfahren gedruckt. Siebdruck ist ein im Mediendesign traditionell verankertes Druckverfahren, das die Schülerinnen und Schüler des Technischen Gymnasiums an der Gewerblichen und Hauswirtschaftlichen Schule Horb erlernen können. „Die übersichtliche, aber gut sortierte Ausstattung ermöglicht uns Drucke in geringer Auflage zu drucken. Die Räumlichkeiten haben wir eigens für dieses Projekt umfunktioniert.“ So wurde eine Umkleidekammer kurzerhand in eine­­­­­­­­­ Dunkelkammer umgebaut. „Wir haben unsere Flexibilität unter Beweis gestellt. Das heißt aber nicht, dass wir nicht professioneller werden können“, schmunzelt Lehrerin Kinsler.
Das sahen die Jurys des weltweit ausgeschriebenen Wettbewerbs anders und zeichneten den Kalender mit eine Silber Award aus. Der Standard, den dieses Schulprojekt setzt ist hoch. Der Graphische Klub Stuttgart schreibt auf seiner Internetseite: „Fünf Expertenjurys bewerten das Gesamterscheinungsbild der eingereichten Kalender nach thematischen, gestalterischen und herstellungstechnischen Kriterien. Die Jurys verleihen für die ausgewählten Kalender die Prädikate „Gold“, „Silber“ und „Bronze“.  Die Prädikate sind eine gute Orientierung für Kunden und Auftraggeber und machen dadurch den Weg frei für weiteres erfolgreiches Kalenderschaffen“.

Seit mehr als 60 Jahren existiert der „gregor calender award“, der nach Papst Gregor XIII, auf den der Gregorianische Kalender zurückgeht, benannt wurde. Ausrichter sind neben dem Graphischen Klub Stuttgart, der Verband Druck und Medien in Baden-Württemberg e. V.  und das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.

Am 7. Februar besuchen die Eingangsklassen des Technischen Gymnasiums Horb die Ausstellung der Kalender im Haus der Wirtschaft und werden von einigen Preisträgerinnen begleitet, die dann ihre Erfahrungen 1:1 an ihre Nachfolger*innen weitergeben können. Die Ausstellung läuft noch bis zum 10. Februar jeweils von 11-17 Uhr.