Lernfabrik 4.0 – schon bald wird in der Horber Berufsschule produziert

Lernfabrik 4.0 – schon bald wird in der Horber Berufsschule produziert

Di, 02.03.2021 - 16:47
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Nach der coronabedingten Zwangspause kann nun endlich wieder in der Lernfabrik 4.0 der Gewerblichen und Hauswirtschaftlichen Schule Horb gearbeitet werden. Elf angehende Techniker der Maschinentechnik und Automatisierung/Mechatronik sind im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten damit beschäftigt, die „Smart Factory“ in Betrieb zu nehmen.

In der Lernfabrik 4.0 werden künftig kleine Fidget Spinner in verschiedensten Variationen gefertigt. Diese Spinner können am Smartphone individuell nach Kundenwunsch konfiguriert werden. Nach erfolgter Konfiguration werden die Spinner dann mit modernsten Technologien je nach Kundenwunsch gefertigt.

Von den angehenden Technikern werden verschiedene Projekte realisiert. So wird derzeit ein fahrerloses Transportsystem aufgebaut, CNC-Maschinen werden miteinander vernetzt, Produktionssysteme optimiert, Roboter programmiert und Montagevorrichtungen installiert. Außerdem wird ein ERP-System konzipiert/ konfiguriert und diverse Arbeitsabläufe werden mit Hilfe von „Augmented Reality“ (computergestützte Erweiterung der Wahrnehmung) digital unterstützt.

Hauptaufgabe der Lernfabrik wird es sein, die Schülerinnen und Schülern das Thema Industrie 4.0 im Rahmen einer modernen beruflichen Ausbildung erleben zu lassen. Nach der Eröffnung wird die Lernfabrik neben den Schülerinnen und Schülern auch Firmen aus der Region zur Verfügung stehen. Sie können sich so über eine „Smart Factory“ informieren und erkennen, was in Zukunft möglich ist.

Der Zeitplan sieht vor, dass die Arbeiten bis Juni 2021 abgeschlossen sind und anschließend die feierliche Eröffnung stattfindet, sofern es die aktuellen coronabedingten Einschränkungen zulassen.

Weiterführende Projekte stehen auch schon in den Startlöchern. Die Schule hat sich bereits erfolgreich EU-Fördergelder von über 100 000€ gesichert, um weitere Technologien nutzen zu können. Im Rahmen eines internationalen Projekts (ERASMUS+) wird nochmals kräftig in die Digitalisierung investiert. In Zusammenarbeit mit beruflichen Schulen aus Spanien und Kroatien sowie Universitäten aus Polen und Litauen wird die „virtuelle Realität in der beruflichen Bildung“ näher beleuchtet und eingeführt. Ebenfalls als Sponsor ist die „Gene Haas Foundation“ aufgetreten, die das Vorhaben zusätzlich mit 10 000 $ unterstützt.