Jüdischer Betsaal

„Lichte Momente“

Heinz Högerle,  dem Träger- und Förderverein Ehemalige Synagoge ehrenamtlich verpflichtet,  machte  die Gruppe gleich zu Beginn  der Führung auf die Bedeutung des Lichts aufmerksam, der Urenergie, die Gott laut der Tora vor der Sonne und allen anderen Gestirnen erschuf.

Im täglichen Leben jüdischer Familien spielen  Licht und Leuchter eine wichtige Rolle:
Jeder Schabbat beginnt erst dann, nachdem die Frau des Hauses über den Schabbatkerzen den Segen gesprochen hat.

Exkursion TGE und TGJ1 zum Jüdischen Betsaal Horb

In der Ausstellung konnte man die behandelten Themen noch einmal von einer anderen Perspektive aus betrachten, denn es wurde einerseits Luthers Bibelverständnis beleuchtet, andererseits informierten sich die Schülerinnen und Schüler über das widersprüchliche Verhältnis des Reformators zu den Juden. Anschaulich erläuterte Gastgeber Heinz Högerle, wie jüdische Mitbürger früher in Horb lebten und wie sich die Nationalsozialisten auf Luther beriefen, als sie Synagogen in Brand steckten und Juden verfolgten.

„Früh genug verhindern!“

Die Veranstalter Frau Staudacher und Herr Högerle vom Verein Ehemalige Synagoge Rexingen führten die Schulklassen durch die Ausstellung,  die sie selbst nach jahrzehntelanger Recherche zusammengestellt hatten:

127 Bilderrähmchen  zu etwa einem Drittel mit Fotos gefüllt, erinnern an die früheren jüdischen Bürger aus Horb, Nordstetten und Rexingen, die in 3 Deportationen 1941 und 1942 nach Riga, Izbica und Theresienstadt verschleppt wurden.

War da was bei uns?

19 Ausstellungstafeln gaben Auskunft über die Entwicklung des Nationalsozialismus im Gebiet des Oberen Nagoldtales. Auf welche Weise Ausgrenzung und Verfolgung von Juden im Oberen Nagoldtal zwischen 1933 und 1945 stattfand, recherchierten die Horber Schüler zunächst in Kleingruppen.