Einen spannenden Blick hinter die Kulissen eines Großprojekts erhielten kürzlich angehende Techniker im Rahmen einer Exkursion zur Baustelle der Hochbrücke in Horb. Die Gruppe besuchte auch das BIM LÄB, wo der Einsatz moderner Technologien im Infrastrukturbau vermittelt wird. Im Mittelpunkt stand dabei die digitale Planung und Umsetzung des Bauvorhabens.
Begleitet von Lehrer Patrick Bär beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit modernen Methoden des Bauens. Besonders im Fokus stand das sogenannte Building Information Modeling (BIM), bei dem Bauprojekte als digitale Zwillinge geplant und umgesetzt werden. Dabei wurden deutliche Parallelen zum Maschinenbau sichtbar, insbesondere im Bereich der Digitalisierung und der vernetzten Arbeitsprozesse. „Die Exkursion hat eindrucksvoll gezeigt, wie eng Bauwesen und Maschinenbau im digitalen Bereich inzwischen zusammenarbeiten“, so Bär.
Die Schüler erhielten Einblicke in die Koordination zwischen Planung und Bauausführung sowie in moderne Vermessungstechniken. Besonders anschaulich wurde dies durch den Einsatz von Drohnen, mit denen Baustellendaten erfasst und direkt digital weiterverarbeitet werden. Auch die Simulation des Bauprozesses und die Arbeit mit dreidimensionalen Modellen wurden vorgestellt.
Beeindruckt zeigten sich die Teilnehmenden von den Dimensionen des Bauprojekts sowie vom technischen Aufwand, der hinter der Planung steckt. So wurde unter anderem erläutert, dass ein einzelner Brückenpfeiler durch zahlreiche tiefreichende Bohrungen stabilisiert wird. Gleichzeitig wurde deutlich, wie komplex die digitale Dokumentation und Koordination solcher Projekte ist.
Zusätzlich zu den Einblicken in die Baustelle, bot die Exkursion wertvolle Erkenntnisse über die Zukunft des Bauens. Die Schüler nahmen insbesondere die Bedeutung digitaler Prozesse, moderner Vermessungstechniken und vernetzter Planung mit – Themen, die auch in vielen technischen Berufen zunehmend an Bedeutung gewinnen.



