„Jugend forscht“ am Technischen Gymnasium Horb geht weiter

„Jugend forscht“ am Technischen Gymnasium Horb geht weiter

Mo, 29.03.2021 - 08:58
Erstellt in:
0 Kommentare

An der Gewerblichen und Hauswirtschaftlichen Schule Horb nahmen eine Schülerin und zwei Schüler des Technischen Gymnasiums an „Jugend forscht“ teil. Unter der Leitung ihres Lehrers Oberstudienrat Swoboda verfolgen sie ein Projekt zur Optimierung von Produktionsprozessen mittels Robotertechnik. Das Projekt kann als Seminarkurs angerechnet werden und damit eine Abiturprüfung ersetzen.

Im Kern geht es um die Frage, wie man Produktionsabläufe sinnvoll automatisiert. Wie viele Arbeitsschritte soll die Maschine selbstständig übernehmen? Wie viel sollte sicherheitshalber menschlich gesteuert werden? Wie kann man sowohl kostengünstig als auch qualitativ gut produzieren? Diese Fragen wollte die Gruppe im Zusammenhang mit der Herstellung eines Fidget Spinners klären. Zunächst musste ein Produktionskonzept erstellt werden: Welche Herstellungsschritte gibt es, wie sollte die Maschine aufgebaut sein, welche Materialien werden benötigt? Nachdem diese und viele weitere Fragen geklärt waren, entwarf man die einzelnen Teile der Vorrichtung. Manches wurde extra im 3D-Drucker neu erstellt, anderes konnte aus alten Werkstattteilen recycelt werden. Die jungen Forscher entwickelten sogar eine pneumatische Presse. Auch in die Programmiersprache des Roboters mussten sie sich erst einarbeiten.

Als die Schulen wieder geöffnet wurden, konnte man endlich in der Praxis arbeiten. Die jungen Tüftler verbrachten teilweise bis zu 20 Stunden pro Woche im Labor – und das zusätzlich zum normalen Schulalltag! Trotzdem hat sich die Arbeit gelohnt, denn beim Regionalwettbewerb belegte die Forschergruppe den 2. Platz. Vor allem aber haben die Schülerin und ihre beiden Mitschüler tiefe Einblicke in die Arbeit der Ingenieurswissenschaften erhalten. Jeder der drei Beteiligten fertigt einen Teil der Projektdokumentation an und hat anschließend darüber eine mündliche Prüfung. Damit kann dann eine der fünf Abiturprüfungen ersetzt werden. Das Projekt hat zwei Schüler in ihrem Berufswunsch bestärkt, sie möchten nun Maschinenbau studieren.