Religion

Erst akzeptiert - dann diffamiert: TG trifft auf düsteres Kapitel der Stadt Horb

Im jüdischen Betsaal der Stadt Horb ging es diesmal um das Thema Tod und Trauer im Judentum.

Horber Juden erlitten  bereits im Mittelalter, als die Stadt zur vorderösterreichischen Grafschaft  Hohenberg gehörte,  Verfolgung und Tod:  1348 wurden sie  als Sündenböcke auf dem Hohenberg  gefoltert oder auch verbrannt,  da man ihnen die Schuld an der in Europa grassierenden Pest zuschob.

Später ließen sich immer wieder jüdische Familien in Horb nieder, jedoch hatten diese unter äußerst  restriktiven Bestimmungen zu leiden.

Exkursion TGE und TGJ1 zum Jüdischen Betsaal Horb

In der Ausstellung konnte man die behandelten Themen noch einmal von einer anderen Perspektive aus betrachten, denn es wurde einerseits Luthers Bibelverständnis beleuchtet, andererseits informierten sich die Schülerinnen und Schüler über das widersprüchliche Verhältnis des Reformators zu den Juden. Anschaulich erläuterte Gastgeber Heinz Högerle, wie jüdische Mitbürger früher in Horb lebten und wie sich die Nationalsozialisten auf Luther beriefen, als sie Synagogen in Brand steckten und Juden verfolgten.